Allgemein

#PrayforGermany

Wenn man zur Stunde die Deutschland-Trends auf Twitter anschaut, kann man schon verzweifeln: „Tage des Schreckens“, Schießerei in Florida und München und die anderen Amokläufe in Deutschland sowie persönliche Tragödien wie #wirfuerhannes (Selbstmord eines Bloggers, unmittelbar im Internet). Ab und zu aber auch #PrayforGermany. Darunter findet man neben den ernstgemeinten Tweets leider viele, die das Beten abtun („Ich will das nicht“), oder die meinen, man hätte es selbst in der Hand („…es ist Zeit etwas zu machen und nicht nur Versprechungen zu machen!“) oder verteufeln Religionen allgemein. Meiner Meinung nach fehlt diesen Leuten das Eingeständnis, dass man eben nicht alles beherrschen kann. Genau aus dieser Verzweiflung, welche man sich jedoch selbst nicht bekennt, entsteht Hass, hineinsteigern in Aktionismus oder auch Depression. Die Auswirkungen sieht man jeden Tag in den Nachrichten.
Wenn man aber betet, – in welcher Form auch immer -, kommt man zur Ruhe, kann loslassen, seine Trauer oder Ängste artikulieren, besinnt sich auf eigene Fehler, bekommt Kraft zum Vergeben und eine andere Perspektive. Und das hat gar nichts mit einem Dogma bzw. Religion zu tun, es geht in erster Linie um Ehrlichkeit zu Gott und sich selbst. Und das ist gut.

Wieder online

Diese Seite war jetzt mal offline, weil ich nun endlich die richtige Domäne (am richtigen Fleck) habe und das WordPress anpassen musste, was nicht einfach war. Genauer gesagt, musste ich eine Neuinstallation machen. Hat viel Nerven und Geld gekostet…
Falls Ihr noch Fehler (z.B. fehlende Bilder) entdecken solltet, bitte gern melden. Vielen Dank!

Dirt Road in the MorningUrheber: neal_tommy (fotolia)

Happy Birthday #Twitter!

Vor 10 Jahren wurde der erste Tweet geschrieben. Für Rowan Barnett (Twitterchef, Deutschland) ist diese Platform für „Fußball-Fans und die „Tatort“-Zuschauer, genauso wie für Web-Videostars.“ Außerdem will er „noch mehr kreative Meinungsführer davon überzeugen, ihren Content zu Twitter zu bringen.“ Hier das ganze Interview: http://meedia.de/2016/03/20/steckt-twitter-in-einer-dauerkrise-herr-barnett-ihr-schreibt-diese-schlagzeilen-nicht-wir/

Ich schätze aber den normalen Austausch von Mensch zu Mensch, aller Couleur.
10 Tweets, die zeigen was Twitter für mich ausmacht:

Katzenbilder (oder auch Bilder vom Essen) dürfen auch auf keinen Fall fehlen:

Hat sich der Vogel verschluckt?

Twitter ist für Neueinsteiger nicht kompliziert, es ist nur anders. Und das sollte auch so bleiben.

 

Mein Twitter-Account ist zwar nur an der 11.298.527 Stelle der beliebtesten Profile, aber ich zähle mich als alten Nutzer (von denen es über 200 Millionen gibt), die sich größtenteils nicht mehr auf „ihrer“ Plattform wohlfühlen. Hier ein paar Gedanken dazu: Ich habe mich im November 2010 auf Twitter angemeldet. Einige Freunde aus der Gemeinde  waren da und ich wurde neugierig. Es wurde viel auf Englisch geschrieben, es gab kaum Spaßaccounts (oder kannte ich sie nur nicht?) und die Server waren häufig ausgefallen. Der Gedanke, dass was ich schreibe von allen auf der Welt – theoretisch – gelesen werden könnte, war schon aufregend. Und es war aus anderen Gründen als heute, zeitaufwändig: Altes Handy, schlechte Netzabdeckung und man musste einen Linkverkürzer- und einen Bilduploaderdienst seiner Wahl bemühen. Die Softwareprobleme kann man übrigens momentan bei quitter.xx nacherleben ;-). Es ist die Mischung aus persönlichen Kontakten, lustigen Ideen und Nachrichten (eine lokale Tageszeitung und das städtische Verkehrsunternehmen waren die Ersten denen ich gefolgt bin), was mir an Twitter gefällt. Der Legende nach wurde Twitter von ziemlichen Nerds für Fahrradkuriere entwickelt. Klar, dass für Infrastruktur, Personal und Werbung bei einem wachsenden Dienst enorme Mengen Geld benötigt werden. Deshalb wurde –  mit nur wenig  Kritik seitens der Nutzer(!) – Werbung in die Timeline gebracht. Ich kenne das Abrechungsmodell nicht, kann mir aber vorstellen, dass da nicht genug Einnahmen zu Stande kommen, weil es sehr uninteressante Werbung ist und bestimmt niemand darauf klickt. Dann kam der Börsengang und die Wünsche der Anteilseigner (die nur wussten, dass Twitter so ein Technologieunternehmen ist,) mussten bedient werden. Potentielle Nutzer werden vor allem bei Facebook gesehen und so wurde Twitter „facebookisiert“. Dass Wechsler zu Twitter kommen, weil sie dort vielleicht unzufrieden sind wurde wohl nicht bedacht? Denn dann würde man kein Facebook 2.0 auf Twitter entstehen lassen wollen? Ob irgendeinem Star sein Stift runtergefallen ist, interessiert mich nicht. Twitter sollte sich auf seine Stärken (ein Stimmungsbild von einer großen Bandbreite der Nutzer bekommen, freie Meinungsäußerung, kreative Ideen (es gibt so viele schöne Running Gags und auch z.B. #twettendass oder Gebetsaccounts sind eine gute Sache wo echt Positives bewirkt wird)), besinnen. An der Qualität wurde zum Teil schon gearbeitet (die Brauchbarkeit des eignen Bilderdienstes ist besser geworden, Videos gehen nun auch) andere Wünsche (editierbare Tweets) werden konsequent ignoriert. Ich würde mir wünschen, dass ERSTMALIG auf die Nutzer gehört würde. Klar, es ist nun ein börsenorientiertes Unternehmen. Sonst könnte man durch Spenden (wie beim GNUsocial) oder Premiummitgliedschaften (wie bei Favstar.fm für 5€/Monat; und es zahlen so viele) und auch mit Bezahldiensten (z.B. für Eintrittskarten) den Microbloggingdienst finanzieren.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber was ist Eure Meinung dazu?